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Allergien auf Insektengifte

Bei der Insektengiftallergie ist ein 100%iger Schutz vor den Stichen von Insekten nicht möglich. Man kann aber das Risiko, von Bienen oder Wespen gestochen zu werden, vermindern. So sollten Wespennester in der Nähe Ihrer Wohnung entfernt werden, am besten durch die Feuerwehr, zumindest aber durch andere Personen.
bieneGefährdet für Insektenstiche sind unbedeckte Körperteile. Zu beachten ist dies vor allem beim Barfußlaufen. Schwarze Kleidung oder helle Farben locken Bienen oder Wespen an. Auch Parfüme und Duftstoffe können Insekten anziehen. Trinken Sie im Freien niemals aus offenen Flaschen; es kann gerade eine Biene oder Wespe hineingeflogen sein. Trinkgläser sollten im Freien immer abgedeckt sein. Sehr aufmerksam sollten Sie auch sein, falls Sie Obst vom Baum pflücken. Imbissbuden, Gartenwirtschaften und Gartenpartys stellen erhöhte Gefahrenquellen dar.

Als nützlich kann sich ein griffbereites Insektenspray erweisen. Von besonderer Bedeutung ist ein Notfallbesteck für gefährdete Patienten und ein Notfallausweis. Beides sollte ein Insektengiftallergiker während der Zeit des Bienen- und Wespenfluges (April - November) stets bei sich tragen.

Bestandteil des Notfallbestecks ist immer eine Adrenalin-Spritze, in deren Handhabung Sie eingeführt sein müssen. Bei schwersten allergischen Erscheinungen, z.B. beim allergischen Schock, kann die Behandlung mit Adrenalin, das über die Injektion direkt in den Kreislauf gebracht wird, lebensrettend sein. Sie können unmittelbar nach einem Bienen- oder Wespenstich am Ort des Einstichs eine Injektion mit Adrenalin in das Unterhautfettgewebe vornehmen. Damit werden zwei Effekte erzielt. Zum einen kommt es zur Verengung der Blutgefäße in der Umgebung des Insektenstiches, so dass ein weiteres Eindringen des Insektengiftes in die Blutbahn unterbunden oder zumindest stark eingeschränkt wird. Zum anderen gelangt Adrenalin auch in den Blutkreislauf, so dass eine Wirkung auf den gesamten Organismus erfolgt. Der beim drohenden oder bereits entwickelten allergischen Schock abfallende Blutdruck wird dadurch wieder stabilisiert und das Herz durch die stimulierende Wirkung von Adrenalin aktiviert. Beim allergischen Notfall nach Insektenstichen werden natürlich zusätzlich auch hochwirksame Antiallergika eingesetzt.

Unerlässlich ist eine Hyposensibilisierungsbehandlung mit Bienen- oder Wespengift bei schweren Formen der Insektengiftallergie. Sie ist die einzige Maßnahme, die langfristig einen sicheren Schutz vor schweren und lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen nach Insektenstichen gewährleistet. Die Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung, hat das Ziel, durch wiederholte Einspritzungen des verantwortlichen Allergens in langsam steigenden Mengen das Immunsystem weniger empfindlich gegen das Insektengift zu machen.

Zuerst wird das Allergen in einer sehr hohen Verdünnung unter die Haut der Oberarme gespritzt, und die Behandlungsintervalle sind kurz. Die Allergendosis wird dann erhöht, bis eine Höchstkonzentration erreicht ist. Sie wird in der Regel in monatlichem Abstand weiter gegeben. Die Behandlung wird am besten während eines etwa 5-tägigen Krankenhausaufenthaltes begonnen.

Die Behandlung muss über mindestens 3 Jahre, evtl. auch länger fortgesetzt werden. Durch die Bestimmung "schützender Antikörper" im Blut kann über die Notwendigkeit weiterer Injektionen entschieden werden.

Bei pseudoallergischen Reaktionen auf Insektengift, die klinisch von den allergischen Reaktionen nicht zu unterscheiden sind, werden Hyposensibilisierungen nicht durchgeführt. Das Notfallbesteck ist hier von noch größerer Bedeutung.

 

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