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Hausstaubmilbenallergie

 

Wie bei anderen allergischen Erkrankungen ist auch hier das wichtigste Behandlungsprinzip, das krankmachende Allergen zu meiden. Daher müssen in Ihrem - wie in fast jedem Haushalt vorkommende Milben weitgehend reduziert werden. Die nachfolgenden Empfehlungen können Ihnen hierbei helfen:

1. Hausstaubmilben benötigen bestimmte äußre Bedingungen, um existieren und sich fortpflanzen zu können. Hierzu gehören neben einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 75 Prozent und einer Temperatur um 25° Celsius auch die Nähe des Menschen oder von Haustieren, da die Hautschuppen dieser Lebewesen den Hausstaubmilben als Nährquelle dienen. Hieraus ergibt es sich, dass Milben nicht überall in der Wohnung vorzufinden sind, sondern nur dort, wo die genannten äußeren Gegebenheiten für sie gewährleistet sind. Bevor an eine Bekämpfung der Hausstaubmilben gedacht werden kann, sollten Sie zunächst herausfinden, welche Räume der Wohnung bzw. welche Möbelstücke oder Gegenstände vermutlich von Milben befallen sind. Ein einfaches Testverfahren hierfür ist der sogenannte "Acarex-Test". Mit diesem Test können Sie den in Ihrer Wohnung aufgesaugten Hausstaub untersuchen und feststellen, wo sich Milben befinden. Zweckmäßigerweise werden verschiedene Staubsaugerbeutel für die jeweils zu untersuchenden Räume bzw. Möbelstücke verwendet und beschriftet, damit keine Verwechslung erfolgt.

2. Sollten Sie in Ihrem häuslichen Bereich Hausstaubmilben nachgewiesen haben, müssen diese konsequent beseitigt werden. Es existiert im Handel ein Milbenvernichtungsmittel, das die Milben sicher - und für den Patienten ungefährlich - beseitigt. Dieses Mittel gehört nicht zu den sogenannten Pestiziden oder Schädlingsbekämpfungsmitteln, sondern ist eine für den Menschen unschädliche Wirkstoffkombination aus Karbonsäureestern und Polymeren bzw. Adsorbenzien.
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Der Versuch, Hausstaubmilben lediglich durch Absaugen von Teppichen und Mobiliar zu entfernen, bringt - wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben - keinen Erfolg. Die Milben sitzen zu sehr in der Tiefe der befallenen Gegenstände und können sich zudem mit Haftfäßchen festhalten. Die genannte milbenabtötende Substanz wird von den Milben aufgenommen und führt zu deren Tod. Die nunmehr toten Milben werden aus ihrer textilen Umgebung gelöst und zu größeren Partikeln verklumpt, so dass ein Absaugen der abgetöteten Milben und deren Ausscheidungsprodukte, die ja das eigentliche Allergen enthalten, möglich ist.

Ein neues, milbenabtötendes Mittel (Tre-scan) enthält einen zusätzlichen Bestandteil (Taninsäure), durch den die Milben Allergene verändert werden und ihre krankmachende Wirkung verlieren. Parallel zu dieser Sanierung sollten im Haushalt eines Hausstaubmilben-Allergikers weitere Maflnahmen durchgeführt werden,

welche die Beseitigung von Milben erleichtern. Die Füllung von Kopfkissen und Zudecke sollte aus synthetischem Material bestehen, das leicht in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Hierdurch werden die Milben (ab 60° Celsius) abgetötet und durch den Waschvorgang herausgespült.

Zweckmäßig sind ebenfalls Kunststoffmatratzen. Ein darüber hinaus gehendes Austauschen oder Entfernen von Möbelstücken, Teppichen oder gar Gardinen sollte nur dann erfolgen, wenn der Acarex-Test einen entsprechend starken Milbenbefall gezeigt hat und die Behandlung des jeweiligen Mobiliars mit Acarosan nicht erfolgreich war.

Falls die bereits vorhandenen Bettmatratzen sowie die Füllmaterialien von Kopfkissen und Zudecke behalten werden sollen, können diese durch eine Umhüllung mit speziellen überzügen versehen werden. Hierzu sind Kunststoffmaterialien auf dem Markt, die nach Aussage der jeweiligen Hersteller so dicht gearbeitet sind, dass auch kleinste Allergenpartikel diese nicht durchdringen können. Erste wissenschaftliche Untersuchungen konnten eine Wirksamkeit dieser Überzüge zeigen. Zu berücksichtigen sind die deutlichen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Nähere Details zu den aufgeführten Produkten mit Firmenhinweisen (Adresse, Preis etc.) können Sie der Mailbox (05252/930295) im Allergie-Dokumentations- und Informations-Zentrum entnehmen.

Sie sehen, dass der Behandlungserfolg bei einem Hausstaubmilben-Allergiker im wesentlichen von seiner Bereitschaft abhängt, aktiv und konsequent eine Sanierung in seinem häuslichen Bereich durchzuführen. Auf diese Mitarbeit kann Ihr behandelnder Arzt nicht verzichten.

Wir hoffen, dass diese Informationen ein wenig zum besseren Verständnis der Hausstaubmilbenallergie beigetragen haben und die genannten Sanierungsmaßnahmen einleuchtend und verständlich sind.